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Am Dienstag den 07.06.2016 hatte sich aus einer kräftigen Gewitterzelle heraus im Bereich des Bauhaus in der Bramfelder Chaussee (Hamburg) ein Tornado gebildet. Die rotierende Luftsäule zog dann etwa in Richtung Nordost (Farmsen-Berne, Strandbad Farmsen). Insgesamt hatte der Tornado eine Lebensdauer von gut 10 Minuten. Anders als bei den 5 Tornados, die in den zwei Tagen zuvor in Schleswig-Holstein entstanden waren, war bei diesem Tornado ein bewohntes Gebiet betroffen. Daher hatte die Feuerwehr über 200 Einsätze abzuarbeiten - im Laufe des Abends wurde sogar der Notstand ausgerufen. Glücklicherweise gab es keine Toten oder Schwerverletzten. Die Gewitterzelle, die neben dem Tornado lokal auch über 50 Liter Regen pro Quadratmeter sowie 4 bis 5 cm großen Hagel hervorgebracht hat, entstand an einer Konvergenz (Linie, an der die Luft zusammenströmt, hier kühle Meeresluft aus dem Nordwesten und wärmere Luft aus dem Südosten). Der auskondensierte (sichtbare) Teil des Tornados erreichte nicht den Boden, daher war anfangs unklar, ob es sich nur um einen Funnel (Trichterwolke einer nicht bis zum Boden reichenden Rotation) oder eben einen Tornado handelt. Da die Rotation jedoch den Boden berührt hat (das zeigen Videos und Schäden), spricht man von einem Tornado, auch wenn die sichtbare Wolke selbst keinen Bodenkontakt hatte. Die Anhäufung der Tornadofälle Anfang Juni hat damit zu tun, das sich die Wetterlage über Tage kaum verändert hat - so ändert sich dann auch das Wetter kaum (es wurden nur leicht andere Regionen getroffen). Es gibt keine belegbare Zunahme der Tornadofälle. Es werden zwar deutlich mehr Fälle dokumentiert und gemeldet, jedoch haben Social Media und Smartphones einen großen Anteil daran.


Bilder des Tornados in Hamburg

Bramfeld

Bramfeld

Farmsen

Unbekannt

Steilshoop, Richtung Ost

Unbekannt

Rahlstedt

Farmsen-Berne, Berner Au, Ecke Karlshöhe (vorm Eintreffen)

Unbekannt



Großer Hagel in Hamburg

Farmsen-Berne, Berner Au, Ecke Karlshöhe

Rahlstedt

Rahlstedt

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