Gewitter

Gewitter können entstehen, wenn mit der Höhe ein kräftiger Temperaturabfall beobachtet werden kann (die Schichtung ist labil) und genügend Feuchtigkeit vorhanden ist. Also die Luft am Boden muss deutlich wärmer sein als die Luft in ein paar Kilometern Höhe und sie muss ziemlich konstant kälter werden. Deshalb können Gewitter auch im Winter entstehen, die Luftmassen in der Höhe müssen dann nur deutlich kälter sein, deshalb kommen Wintergewitter nicht so häufig vor. Wenn nun eine solche Temperaturabnahme mit der Höhe vorhanden ist (potentielle Instabilität), fehlt nur noch ein Auslöser für das Aufsteigen der Luftmassen am Boden. Als Auslöser können dabei z.B. aufziehende Fronten, ein Gebiet zusammenströmender Luft (Konvergenz) oder einfach das Heizen der Sonne dienen. In Regionen mit Gebirgen ist außerdem das Überströmen der Berge ein Haupt-Auslöser. Wurde bei potentieller Labilität ein Aufsteigen der Luftmassen ausgelöst, gibt es kein Halten mehr. Die Luftmassen schießen schnell in die Höhe. An der Tropopause angekommen, können die Luftmassen nicht weiter Aufsteigen, da hier keine weitere Abkühlung mit der Höhe mehr stattfindet. Die Luftmassen, die von unten aufsteigen, müssen nun in die Breite ausweichen, das führt zu dem Pilz-Artigen Aussehen viler Gewitterwolken. Wie man anhand des rasanten Aufstiegs der Wolken schon erahnen kann, gibt es innerhalb der Gewitterwolken kräftige Aufwinde. Diese Aufwinde sorgen dafür, dass der Niederschlag erst ab einer bestimmten Größe auf den Boden fällt. Deshalb gehen Gewitter häufig einher mit dicken Regentropfen und großem Hagel. Außerdem entstehen im hinteren Teil einer Gewitterwolke gewaltige Fallwinde, die am Boden immer weiter nach vorn wandern und für hohe Windgeschwindigkeiten sorgen. Da diese Fallwinde immer weiter nach vorn wandern, schneidet sich ein Gewitter nach ca. 30 Minuten selbst von der Warmluft ab und zerstört sich selbst. Ein klassisches Warmluftgewitter lebt somit meistens nur knapp 30 Minuten.